Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Fragen, Antworten, Tipps und Tricks zu Hard- und Software sowie Configdateien.

Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon oxy » 26. Juni 2011 15:17

Hi

Lasst uns die Diskussion um Steam, bzw generell DRM, DLC etc. mal in diesem Thread weiterführen, damit die anderen Threads, die grundsätzlich andere Themen haben, aber aufgrund der hohen Verbreitung von Steam immer wieder diesen Themenbereich streifen nicht schnell off-topic werden.

Ich denke, niemandem bringt es was, zu jeder Gelegenheit seine Zustimmung oder Abneigung zu einem Thema kund zu tun, nur weil ein Stichpunkt fällt. Lasst uns das hier zentral tun.

Ich find oberflächlich betrachtet Steam ganz gut. Ich kaufe mir ein Spiel im Laden, kann es aktivieren bei Steam und dann von CD installieren, oder - wenn ich will - runterladen praktisch, wenn ich die CD nicht bei habe, oder das Spiel in einer anderen Sprache installieren will. Natürlich steht und fällt das mit der Internetanbindung, aber wenn mir das zu lange dauert, dann könnte ich wieder von CD installieren.

Zusätzlich schätze ich inzwischen die Möglichkeit auch online bei Steam Spiel zu kaufen - wenn die runtergesetzt sind, sind das teilweise echte Schnäppchen.

Äußerst fair bei Steam ist auch, dass ich die für Windows gekaufte Version auch auf Mac spielen kann: das ist nicht bei allen Linux/Windows-Versionen so, oder die ETQW-Mac Version kostet nochmal extra 50 € extra - und da fällt der Preis kaum.

Die Cloud-Funktion (zentrales Speichern und Synchronisieren von Settings) ist ganz nett, brauche ich bis jetzt aber nicht wirklich - habe eh nur einen Zock-Rechner.

Andererseits ist Steam natürlich ein DRM System mit allen Nachteilen: ich habe weniger Kontrolle über eigentlich meine gekaufte Software, Valve könnte mir einfach alles ausknipsen: soll angeblich auch schon passiert sein, eine seriöse, verlässliche Quelle hatte ich aber noch nicht dazu.

Dass man die Spiele nicht weiterverkaufen kann ist mir schnuppe: das will ich eh nicht machen, ich behalte immer alle.

Interessant ist natürlich auch immer der Vergleich zu anderen Kopierschutzsystemen, und was es da teilweise gibt, so ein shit wie nur 3-Mal installieren, das geht garnicht meiner Meinung nach.

Steam ist da ein Kopierschutzsystem, welches mir sogar teilweise Vorteile bringt.

Unterm Strich muss jeder selber Vor- und Nachteil eines Systems abwägen.

Mir persönlich wäre garkein Kopierschutzsystem am liebsten, aber wenn es eins sein muss - dann eher sowas wie Steam.

Bei reinen online-Spielen sollte natürlich ein Onlineaccount ausreichen, auch wenn es dann strange Auswüchse wie z.B. bei Starcraft 2 hat (man muss online sein, wenn man für den Singleplayer die Achievements haben will.)

Zu DLC habe ich eine gemischte, bzw keine Meinung, im Moment würde ich mir sowas nicht kaufen, damit hat sich das Thema. Andererseits konnte ich mir vorher nicht vorstellen Spiele nur online zu kaufen, ohne eine CD in der Hand zu halten.
Benutzeravatar
oxy
Awesome Dude
 
Beiträge: 1354
Registriert: 24. Januar 2010 12:14
Wohnort: City 17

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon Shifty. » 26. Juni 2011 16:26

DLC ist meiner Meinung nach nix anderes als früher die klassischen Addons. Da muss sich ja jeder selber fragen, ob mans kaufen will oder net.
Steam, is ok, kann nix negatives zu sagen. Praktisch is halt genau des, was Oxy gesagt hat.
Bild
Benutzeravatar
Shifty.
Awesome Dude
 
Beiträge: 940
Registriert: 24. Januar 2010 12:40

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon mephir » 26. Juni 2011 16:54

Mein erstes Spiel bei Steam war damals TF2, mit einem Wochenend-Deal für 10$. Wäre das nicht so billig gewesen hätte ich wahrscheinlich vor Brink auch kein Spiel bei Steam gekauft. Genau die Möglichkeit, dass Valve den kompletten Account mit allen Spielen deaktivieren kann hat mich immer davon abgehalten. Was mich noch nervt sind die geschnittenen Versionen für DE, aber afaik soll sich da in Zukunft was tun. Ansonsten müsste ich schon überlegen was mir nicht gefällt.

Letztendlich ist Steam auch nur ein "Shop" bei dem ich Angebote vergleiche. Ich kauf nicht alles da (sonst hätte ich schon mehr als 2 Spiele), aber ab und zu gibts schon ein paar Goodies. Zum Beispiel die Free-Weekends find ich genial. Sowas gibts bei keinem anderen Shop/Spiel. Spiele sind zwar regulär relativ teuer (ich hab für Brink 50€ bezahlt, bei Amazon UK konnte man es für ~30€+Versand importieren), aber es gibt regelmäßig die oben erwähnten Deals (zB an Feiertagen). Oder die Möglichkeit, dass ich auch ältere Spiele in Sekunden meist sogar noch vergünstigt kaufen kann (aktuell GTA San Andreas für 2,50€ - in nem Laden müsst ich danach wohl ewig suchen, wenns das überhaupt noch gibt [bei Amazon übrigens erst ab 10-20€]).

Für mich ist Steam kurz die einfachste Alternative zu Raubkopien.

Btw: Was haltet ihr von EA Origin? Imho ein kläglicher Versuch eine ähnliche Download-Plattform aufzubauen, zumals auf EA beschränkt ist.

E: Ach ja, DLC... es gibt nicht nur aus dem Spiel weg gelassenen Content gegen Geld, sondern teilweise auch richtigen Mehrwert. Zum Beispiel für GTA4 die Addons "The Lost and Damned" und "The Ballad of Gay Tony". Letzteres wurde in allen Reviews sehr gut bewertet. GTA4 ist übrigens auch so ein extremes Negativ-Beispiel für schlechtes DRM: massig Probleme, nur 5x aktivieren, Bindung an wieder irgendeine eigene Community ("Social Club"). Das gibts bei Steam halt alles nicht.
Benutzeravatar
mephir
Awesome Dude
 
Beiträge: 639
Registriert: 28. Januar 2010 23:43

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon twohead » 26. Juni 2011 23:46

oxy hat geschrieben:Die Cloud-Funktion (zentrales Speichern und Synchronisieren von Settings) ist ganz nett, brauche ich bis jetzt aber nicht wirklich - habe eh nur einen Zock-Rechner.


Habe ich auch. Aber ab und zu macht man den neu und dann muss man nur Steam neu installieren und die Spiele wieder runterladen und die Config ist sofort wieder korrekt. Oder ich hatte mal ein XP nur für ältere Spiele und dann später doch noch im Hauptwindows nachinstalliert -> Config sofort da.

Funktioniert aber nur in Bezug auf einfachste Tastenbelegungen. Erweiterte Configs, bei Counterstrike zum Beispiel Buyscripte, usw. werden leider nicht mit synchronisiert.
Benutzeravatar
twohead
Awesome Dude
 
Beiträge: 1238
Registriert: 24. Januar 2010 20:55

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon mephir » 26. Juni 2011 23:50

Weil ichs gerade gesehn hab:
Bild
Benutzeravatar
mephir
Awesome Dude
 
Beiträge: 639
Registriert: 28. Januar 2010 23:43

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon Search&Destroy » 30. Juni 2011 18:15

Auch wenn es wohl verschwendete Zeit ist, da hier ja einige ihr STEAM für Perfekt halten und es vergöttern, versuch ich trotzdem nochmal alles zusammenzutragen:

VAC als AntiCheat System, das bei STEAM eingesetzt wird, ist bekannt dafür, dass es nicht oft mit Updates versorgt wird.
Das ermöglicht natürlich den Cheatern, dies länger auszunutzen und je länger man diese Lücken ausnutzen kann, desto mehr Leute bekommen dies mit und versuchen es ebenfalls.

---
Alle Spiele sind an dem Account gebunden und könnten somit auf einen Schlag weg vom Fenster sein - genau wie die Kohle die man darin investiert hat.
Was wenn STEAM pleite geht, z.B. illegale Absprachen, verkauf von Nutzerdaten, Aktien, usw. usf. (kann ja unzählige Gründe dafür geben)?
Oder was immer wieder zu lesen ist, dass die Privatsphäre der Nutzer verletzt wird.
Zwar sagen die, dass die einen Patch haben um alle Spiele von STEAM Zwang zu befreien - aber sagen können die viel.
Wär nicht das erste Unternehmen, dass Versprechungen gemacht hat, die nicht eingehalten werden - wer weiß ob dieser Patch überhaupt existiert?

Was wenn die Accs gehackt werden?
Ich rede jetzt nicht von einfachen Passwörtern die per Bruteforce ausgespäht werden, sondern, wenn das Sicherheitssystem ausgehebelt wurde und man die Accs löscht.

Ich persönlich kenne 2 Leute, deren Acc von heute auf morgen nicht mehr zugänglich war und seitens STEAM auch nichts dagegen unternommen wurde.

---
STEAM installiert einen eigenen Service auf dem Rechner, der natürlich wieder entsprechend Ressourcen verschwendet.
Treiberprobleme sind davon genauso wenig ausgeschlossen (siehe 4. Quartal 2010 mit ATI, aber auch nVidia hat immer wieder damit zu kämpfen).
Auch von Performanceeinbrüchen ist immer wieder die Rede, die auf STEAM zurückzuführen sind.
Die Software selbst ist also wieder eine eigene Fehlerquelle - als hätten wir nicht schon genug davon seitens der Spielehersteller.
Am Ende weiß man gar nicht wo man mit dem Suchen des Fehlers anfangen soll.

---
Was bringt dieser STEAM zwang?
Ich kann schon verstehen, dass die versuchen, dass keine Raubkopien erstellt werden können und dadurch eben dieser Online-Zwang eingeführt wurde (der ja schon lange ausgehebelt wurde).
Aber warum dann alles über STEAM laufen lassen?
Warum überlässt man dies nicht den Publishern usw.?
Wenn die STEAM-Server angegriffen werden, geht nämlich plötzlich kein Spiel mehr.
Es ist unwahrscheinlicher, dass zur selben Zeit ALLE anderen Publisher angegriffen werden würden, die diesen Zwang auf ihren eigenen Server eingerichtet haben.

---
Zum Argument, dass man Spiele 'bequem' laden kann und es am „Release-Tag hat“ sei auch dahin gestellt!
Denn wie viele Haushalte haben denn nur 1000er DSL oder gar DSL Light (384kbit/s) in Deutschland?
Nur mal als kleines Beispiel:
Alien vs. Predator hat 16GB.
DSL 3000 ~ 12 Stunden 30 Minuten
DSL 1000 ~ 37 Stunden 15 Minuten
DSL Light ~ 100 Stunden 30 Minuten

Wie man sieht dauert der Download bei dieser Bandbreite ewig.
Es ist nun mal leider so, dass die dicken Leitungen hauptsächlich nur in den Großstädten Verfügbar sind - aber Deutschland ist leider keine einzige Großstadt.
Die Spiele werden mit der Zeit auch nicht kleiner und irgendwann wird man auch damit anfangen, die Spiele auf BluRay zu vertreiben.
Angefangen mit den Single Layer Discs mit bis zu 25GB, bis hin zu den Dual Layer Discs mit bis zu 50GB.
Wenn man sich aber seine Games z.b. bei Amazon vorbestellt, erhält man diese meistens sogar 2-3 Tage vor Release!

Es ist nun auch leider nicht mehr möglich, dass ich mir ein Spiel von einem Kumpel ausleihe.
Gibt ja genug Spiele die es nicht verdient haben gekauft zu werden, aber trotzdem nen Blick wert sind.

---
Der - bei Steam integrierte - Instant Messenger, bietet natürlich wieder eine hervorragende Angriffsfläche für SPAM aus aller Welt.






Ich bin der Meinung, dass die Nachteile einfach zu gravierend sind, als dass man diesen Service unterstützen muss.
Bild
Benutzeravatar
Search&Destroy
Awesome Dude
 
Beiträge: 992
Registriert: 25. Januar 2010 18:40
Wohnort: 127.0.0.1

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon mephir » 30. Juni 2011 22:33

Ohne das Ganze jetzt ausarten zu lassen will ich darauf mal eingehen...

Search&Destroy hat geschrieben:Auch wenn es wohl verschwendete Zeit ist, da hier ja einige ihr STEAM für Perfekt halten und es vergöttern, versuch ich trotzdem nochmal alles zusammenzutragen:

Wer? Haste die Posts in dem Thread gelesen? Ich glaube keiner hat gesagt, dass Steam perfekt ist...

VAC als AntiCheat System, das bei STEAM eingesetzt wird, ist bekannt dafür, dass es nicht oft mit Updates versorgt wird.
Das ermöglicht natürlich den Cheatern, dies länger auszunutzen und je länger man diese Lücken ausnutzen kann, desto mehr Leute bekommen dies mit und versuchen es ebenfalls.

Bin da kein Profi, aber afaik wird VAC genauso oft aktualisiert wie jeder andere Cheat-Schutz auch (PB ist jedenfalls nicht besser). Der Unterschied ist, dass man nicht sofort gebannt wird, sondern erst im nachhinein in einem Schwung mit mehreren Cheatern. Mag für den Moment aufm Server schlecht sein (dafür gibts aber Admins), aber tatsächlich habe ich den Eindruck, dass auf VAC-Servern weniger gecheatet wird als zB mit PB geschützte Server. Grund: die Konsequenzen sind eben so hoch (genau das, was du unten als Nachteil ansiehst).

Alle Spiele sind an dem Account gebunden und könnten somit auf einen Schlag weg vom Fenster sein - genau wie die Kohle die man darin investiert hat.

True, siehe mein Post oben.

Was wenn STEAM pleite geht, z.B. illegale Absprachen, verkauf von Nutzerdaten, Aktien, usw. usf. (kann ja unzählige Gründe dafür geben)? Oder was immer wieder zu lesen ist, dass die Privatsphäre der Nutzer verletzt wird.
Zwar sagen die, dass die einen Patch haben um alle Spiele von STEAM Zwang zu befreien - aber sagen können die viel.
Wär nicht das erste Unternehmen, dass Versprechungen gemacht hat, die nicht eingehalten werden - wer weiß ob dieser Patch überhaupt existiert?

Naja, das Steam pleite geht halte ich für extrem unwahrscheinlich. Außerdem kann man das bei jedem Unternehmen sagen, auf das man angewiesen ist. Wenn Actifail pleite geht kannst dich auch bei ETQW nicht mehr anmelden. Zu den Privatsphären-Problemen habe ich ehrlich gesagt noch nichts mitbekommen. Letztendlich ist das wie bei jedem anderen Unternehmen auch. Und bisher ist mir Steam zB wesentlich sympatischer als Sony (Stichwort Lulzsec).

Was wenn die Accs gehackt werden?
Ich rede jetzt nicht von einfachen Passwörtern die per Bruteforce ausgespäht werden, sondern, wenn das Sicherheitssystem ausgehebelt wurde und man die Accs löscht.

Ich persönlich kenne 2 Leute, deren Acc von heute auf morgen nicht mehr zugänglich war und seitens STEAM auch nichts dagegen unternommen wurde.

100%ige Sicherheit gibt es nirgendwo, aber Steam halte ich für relativ sicher wenn man ein anständiges Passwort hat. Mit dem Argument dürftest du online überhaupt nicht einkaufen. Ist halt überall immer ein Abwägen zwischen Sicherheit<->Komfort.

STEAM installiert einen eigenen Service auf dem Rechner, der natürlich wieder entsprechend Ressourcen verschwendet.
Treiberprobleme sind davon genauso wenig ausgeschlossen (siehe 4. Quartal 2010 mit ATI, aber auch nVidia hat immer wieder damit zu kämpfen).
Auch von Performanceeinbrüchen ist immer wieder die Rede, die auf STEAM zurückzuführen sind.
Die Software selbst ist also wieder eine eigene Fehlerquelle - als hätten wir nicht schon genug davon seitens der Spielehersteller.
Am Ende weiß man gar nicht wo man mit dem Suchen des Fehlers anfangen soll.

True, Steam verursacht ab und zu mal Probleme. Nach meiner Erfahrung aber immer noch besser als sich mit SecuROM & Konsorten abzufinden ("5x aktivieren" vs "auf jeden PC überall installieren"). Gute Spiele sogar ohne Kopierschutz-Probleme gibts nur noch selten, zB The Witcher 2. Die haben zwar in den ersten 2 Wochen auch SecuRom verwenden, danach aber per Patch komplett entfernt. Und alle DLCs sind kostenlos.

Den höhere Ressourcen-Verbrauch wegen Steam sehe ich nicht als Kritik-Punkt. Hattest du nicht sogar 8Gb im PC? Who cares... Firefox und Adobe Reader verbrauchen immer noch das 10-fache.

Was bringt dieser STEAM zwang?
Ich kann schon verstehen, dass die versuchen, dass keine Raubkopien erstellt werden können und dadurch eben dieser Online-Zwang eingeführt wurde (der ja schon lange ausgehebelt wurde).
Aber warum dann alles über STEAM laufen lassen?
Warum überlässt man dies nicht den Publishern usw.?
Wenn die STEAM-Server angegriffen werden, geht nämlich plötzlich kein Spiel mehr.
Es ist unwahrscheinlicher, dass zur selben Zeit ALLE anderen Publisher angegriffen werden würden, die diesen Zwang auf ihren eigenen Server eingerichtet haben.

Ja, könnte sein. Aber afaik ist das Steam Netzwerk vergleichbar mit der Amazon Cloud. Und die bringt man nicht so schnell down. "Den Publishern überlassen" halte ich für eine ebenso schlechte Idee. Dann hat man nämlich zu jedem Spiel so ein Netzwerk wo man online sein muss (Rockstar SocialClub usw). Außerdem kann man bei Steam dann immer noch offline spielen.

Zum Argument, dass man Spiele 'bequem' laden kann und es am „Release-Tag hat“ sei auch dahin gestellt!
Denn wie viele Haushalte haben denn nur 1000er DSL oder gar DSL Light (384kbit/s) in Deutschland?
Nur mal als kleines Beispiel:
Alien vs. Predator hat 16GB.
DSL 3000 ~ 12 Stunden 30 Minuten
DSL 1000 ~ 37 Stunden 15 Minuten
DSL Light ~ 100 Stunden 30 Minuten

Wie man sieht dauert der Download bei dieser Bandbreite ewig.
Es ist nun mal leider so, dass die dicken Leitungen hauptsächlich nur in den Großstädten Verfügbar sind - aber Deutschland ist leider keine einzige Großstadt.
Die Spiele werden mit der Zeit auch nicht kleiner und irgendwann wird man auch damit anfangen, die Spiele auf BluRay zu vertreiben.
Angefangen mit den Single Layer Discs mit bis zu 25GB, bis hin zu den Dual Layer Discs mit bis zu 50GB.
Wenn man sich aber seine Games z.b. bei Amazon vorbestellt, erhält man diese meistens sogar 2-3 Tage vor Release!

Es ist nun auch leider nicht mehr möglich, dass ich mir ein Spiel von einem Kumpel ausleihe.
Gibt ja genug Spiele die es nicht verdient haben gekauft zu werden, aber trotzdem nen Blick wert sind.

Also ich hab DSL6000 - das ist afaik Standard bei allen neuen DSL-Anschlüssen. Dazu kommt, dass der Download bei den meisten Spielen schon Tage vor Release möglich ist. Ich konnte Brink zB sogar schon einen Tag früher spielen, weil ichs schon geladen hatte und es schon früher freigeschaltet wurde. 2 Kumpels von mir mussten noch auf ihre Silberscheibe warten.
Und was macht Bauer Hubert mit DSL Light? Der kauft sich einfach die CD/DVD/Bluray im Laden. Steam ist nicht "Download-Only". :)

Der - bei Steam integrierte - Instant Messenger, bietet natürlich wieder eine hervorragende Angriffsfläche für SPAM aus aller Welt.

Wenn du Spamer zu deiner Freundesliste hinzufügst, dann ja. Aber da biste dann selbst schuld.

Ich bin der Meinung, dass die Nachteile einfach zu gravierend sind, als dass man diesen Service unterstützen muss.

Ich bin der Meinung, man sollte etwas zumindest 1x ausprobiert haben, bevor man es so wehement ablehnt. :) Ist natürlich kacka, dass man dann wieder einen Account erstellen muss, den man nicht mal löschen kann (=> Fake-Daten und Einmal-Login). Aber du musst nicht mal was kaufen. Gibt ja genügend Free-Weekends (siehe Post oben) oder Demos.
Benutzeravatar
mephir
Awesome Dude
 
Beiträge: 639
Registriert: 28. Januar 2010 23:43

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon twohead » 30. Juni 2011 23:08

Sehe das genauso wie mephir.
Benutzeravatar
twohead
Awesome Dude
 
Beiträge: 1238
Registriert: 24. Januar 2010 20:55

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon merless » 30. Juni 2011 23:13

Word!
Bild
Benutzeravatar
merless
Cool Dude
 
Beiträge: 452
Registriert: 4. Januar 2011 17:35

Re: Steam, neue Vertriebskanäle, pro und kontra

Beitragvon Search&Destroy » 1. Juli 2011 00:04

mephir hat geschrieben:Bin da kein Profi, aber afaik wird VAC genauso oft aktualisiert wie jeder andere Cheat-Schutz auch (PB ist jedenfalls nicht besser). Der Unterschied ist, dass man nicht sofort gebannt wird, sondern erst im nachhinein in einem Schwung mit mehreren Cheatern. Mag für den Moment aufm Server schlecht sein (dafür gibts aber Admins), aber tatsächlich habe ich den Eindruck, dass auf VAC-Servern weniger gecheatet wird als zB mit PB geschützte Server. Grund: die Konsequenzen sind eben so hoch (genau das, was du unten als Nachteil ansiehst).

Und warum sollte ein Cheater von VAC mehr abgeschreckt sein?
Weil er erst später gebannt wird als bei anderen Anti Cheat Systemen?
Sorry - versteh ich nicht so ganz.
So kann er doch länger sein Unwesen treiben und die anderen damit zur Weißglut bringen!

Und Admins sind nicht wirklich die beste Lösung.
1. Der Slot ist da, damit er genutzt wird und zwar zum zocken und nicht, dass ein Admin Minutenlang im Spec hockt, Demos macht usw. bis er entscheidet zu kicken.
2. Es ist oft Ermessenssache des Admins ob einer cheatet oder nicht - er kann somit auch einfach nur gute Spieler bannen, nur weil er fälschlicherweise den Eindruck hat er würde cheaten.
3. Ein Anti-Cheatsystem ist doch dafür da, um ein faires Spiel zu ermöglichen - ich sehe keinen Grund, warum ein Cheater nur eine Sekunde lang auf einem Server sein darf!


mephir hat geschrieben:Naja, das Steam pleite geht halte ich für extrem unwahrscheinlich. Außerdem kann man das bei jedem Unternehmen sagen, auf das man angewiesen ist. Wenn Actifail pleite geht kannst dich auch bei ETQW nicht mehr anmelden. Zu den Privatsphären-Problemen habe ich ehrlich gesagt noch nichts mitbekommen. Letztendlich ist das wie bei jedem anderen Unternehmen auch. Und bisher ist mir Steam zB wesentlich sympatischer als Sony (Stichwort Lulzsec).

Ob man es nun für Wahrscheinlich hält oder nicht, es sind auch schon Banken in die Knie gegangen, von denen man ausgegangen ist, dass sie nie Pleite gehen und konnten den Kunden Teilweise nicht komplett auszahlen!
Sowas trifft meist nur sehr überraschend ein!

mephir hat geschrieben:100%ige Sicherheit gibt es nirgendwo, aber Steam halte ich für relativ sicher wenn man ein anständiges Passwort hat. Mit dem Argument dürftest du online überhaupt nicht einkaufen. Ist halt überall immer ein Abwägen zwischen Sicherheit<->Komfort.

Will ich gar nicht abstreiten, dass es nirgends 100%ige Sicherheit gibt, aber genau das ist ja das Problem.
Da melde ich mich lieber für jedes Spiel extra an und es ist nur halb so schlimm, wenn nur eines der Spiele für mich nichtmehr Spielbar ist (wenn z.b. Acc komplett gelöscht ist).
Aber bei STEAM sind dann eben alle Games in Gefahr - das ist es ja, was beunruhigt.

Wie du schon sagtest -> Stichwort LulzSec.
Die machen das nur zum Spass und wer weiß wie weit die noch gehen, auch wenn die sich 'aufgelöst' haben und bei Anonymous weiter machen - die haben eh keinen Chef und da tanzen einige aus der Reihe.


mephir hat geschrieben:True, Steam verursacht ab und zu mal Probleme. Nach meiner Erfahrung aber immer noch besser als sich mit SecuROM & Konsorten abzufinden ("5x aktivieren" vs "auf jeden PC überall installieren"). Gute Spiele sogar ohne Kopierschutz-Probleme gibts nur noch selten, zB The Witcher 2. Die haben zwar in den ersten 2 Wochen auch SecuRom verwenden, danach aber per Patch komplett entfernt. Und alle DLCs sind kostenlos.

ETQW kommt auch ohne aus.
Wie auch Prince of Persia, wenn ich mich nicht irre sogar auch UT3 (meine das gelesen zu haben).
Ubisoft hat glaub ich auch noch paar Spiele ohne Schutz...
Es geht definitiv auch ohne ...

mephir hat geschrieben:Den höhere Ressourcen-Verbrauch wegen Steam sehe ich nicht als Kritik-Punkt. Hattest du nicht sogar 8Gb im PC? Who cares... Firefox und Adobe Reader verbrauchen immer noch das 10-fache.

Auch wenn mein Rechner wohl eher nicht davon betroffen ist, so gibt es genug Leute die nicht so viel Geld für einen neuen PC ausgeben können/wollen.
Ich musste bei meinem letzten Rechner auch immer wieder andere Programme schließen, weil sonst die Auslagerungsdatei genutzt wurde und ein Spiel extremst laggy war.
Da zählte quasi jedes freie MB Speicher...

mephir hat geschrieben:Ja, könnte sein. Aber afaik ist das Steam Netzwerk vergleichbar mit der Amazon Cloud. Und die bringt man nicht so schnell down. "Den Publishern überlassen" halte ich für eine ebenso schlechte Idee. Dann hat man nämlich zu jedem Spiel so ein Netzwerk wo man online sein muss (Rockstar SocialClub usw). Außerdem kann man bei Steam dann immer noch offline spielen.

Sowas wie der Social Club von R* ist ja kein muss, es reicht eine Anmeldung am Master-Server á la ETQW.


mephir hat geschrieben:Also ich hab DSL6000 - das ist afaik Standard bei allen neuen DSL-Anschlüssen. Dazu kommt, dass der Download bei den meisten Spielen schon Tage vor Release möglich ist. Ich konnte Brink zB sogar schon einen Tag früher spielen, weil ichs schon geladen hatte und es schon früher freigeschaltet wurde. 2 Kumpels von mir mussten noch auf ihre Silberscheibe warten.
Und was macht Bauer Hubert mit DSL Light? Der kauft sich einfach die CD/DVD/Bluray im Laden. Steam ist nicht "Download-Only". :)

"Standard bei allen neuen DSL-Anschlüssen"
Naja wenn du dich darauf beziehst, dass man zumindest bei der Telekom kein 3000er oder weniger abonnieren kann, liegst du wohl richtig.
Aber wenn ich da einen DSL Check mache, schlägt es mir zwar den Vertrag für DSL 6000 vor aber mit der Anmerkung, dass ich nur 3000er nutzen kann!
Und es gibt noch eine wirklich große Fläche in DE, die nicht mal mit 3000er versorgt werden kann!
Das ist nun mal die traurige Wahrheit :cry:

Und somit ist der vermeintliche Vorteil des Downloadens eben keiner mehr...

mephir hat geschrieben:Ich bin der Meinung, man sollte etwas zumindest 1x ausprobiert haben, bevor man es so wehement ablehnt. :) Ist natürlich kacka, dass man dann wieder einen Account erstellen muss, den man nicht mal löschen kann (=> Fake-Daten und Einmal-Login). Aber du musst nicht mal was kaufen. Gibt ja genügend Free-Weekends (siehe Post oben) oder Demos.

Warum sollte ich es ausprobieren?
Gibt sowieso kein Spiel, das mir in den Fingern juckt, das STEAM voraussetzt.
Mich nervt es nur, dass wohl paar Spieleschmieden nachrücken und es sein könnte, dass mal ein Spiel exklusiv bei STEAM ist, das mich interessieren könnte.
Und wie gesagt, die Nachteile überwiegen und stellen die restlichen 'Features' in den Schatten.


STEAM erarbeitet sich eben eine immer größer werdende Monopolstellung.
SOLLTE es soweit kommen, dass die alle Spiele vertreiben, kann sich wohl jeder vorstellen, wie es mit den Spielen immer weiter bergab geht.
Bild
Benutzeravatar
Search&Destroy
Awesome Dude
 
Beiträge: 992
Registriert: 25. Januar 2010 18:40
Wohnort: 127.0.0.1

Nächste

Zurück zu Awesome Nerds

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron